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Die Geschichte von den Wolfsbrüdern und der Schlangenfrau

„Die Geschichte von den Wolfsbrüdern und der
Schlangenfrau“

Diese Geschichte ist eine Erinnerung aus meiner Traumzeit …sie wurde mir von meinem Totem der Schildkröte erzählt. Sie hat ihren Weg zu mir zurückgefunden und erzählte mir aus meiner Traumzeit auf meinem Walkabout.
Ich gehöre zum Schlangenclan, und ich erzähle euch nun die Geschichte von der Schlangenfrau, und den beiden Wolfsbrüdern…die Geschichte und Reise (m)einer Seele auf der Suche nach Einheit und wahrer Liebe. Eine Geschichte in der auch andere Seelen sich erkennen und berühren lassen können, vielleicht auch du.
Wenn du die Geschichte liest, les sie mit dem Herzen, nicht mit dem Verstand. Deine Seele versteht die Bilder, dein Geist nimmt sie auseinander und projeziert die Teile ins Aussen. Du bist alles…du bist die Schlangenfrau, und du bist beide Brüder. Wenn du dich identifizieren magst mit einem dieser Seelenanteile, dann lese die Geschichte 3 mal, jedesmal aus der Sicht von einem der drei Teile, die in Wahrheit doch eins sind.

In tiefer Liebe und Verbundenheit an Micha und Mike, wir haben uns soviel Schmerz zugefügt, nur um aufzuwachen… durch euch habe ich mich erinnert was meine tiefste Sehnsucht ist und musste beginnen meinem Traumpfad zu folgen.
In tiefer Dankbarkeit und Demut für den großen Geist der niemals aufhört uns zu lieben und uns zu vergeben, der niemals aufhört uns zurückzuführen ins Paradies.

Prolog

Es waren einmal zwei Wölfe.
Sie waren Brüder und durchstreiften gemeinsam die Wälder. Nichts konnte sie trennen. Sie waren immer füreinander da und erzählten sich alles.
Wenn der eine schlief hielt der andere Wache und umgekehrt. Wenn einer Beute erlegt hatte teilte er sie mit seinem Bruder.
So durchstreiften sie ihr Revier. Sie waren beide stark und schön und nichts konnte ihr Band zerstören. Nicht einmal um Wölfinnen stritten sie. Jeder genoss sein Leben und gönnte dem anderen sein Glück.
Es gab keine Geheimnisse zwischen ihnen. Sie vertrauten sich gegenseitig ihr Leben an und keiner verriet den anderen.
So wanderten die stolzen, starken Wolfsbrüder durch ihre Wälder und liebten ihr Leben.

Kapitel 1

Eines Nachts erwachte einer der Brüder. Der Vollmond schien durch die Zweige und irgendetwas zog ihn in den Wald. Er liebte es durch die nächtlichen Wälder zu ziehen.
Sein Bruder schlief sicher in einer Höhle und der Wolf zog los.
Leise schlich er durch den Wald und genoss die Stille und die Schatten die der Vollmond zauberte.
Plötzlich blieb er stehen. Sein Herz begann wild zu schlagen.
Da lag auf einer kleinen Lichtung eine Schlange. Ihre glitzernde Schlangenhaut funkelte im hellen Mondlicht. Sie war wunderschön.
Der Wolf wollte zu ihr, aber er wusste dass er sie nicht erschrecken durfte.
Die Schlange hatte ganz feine Sinne und spürte dass sie nicht alleine war. Sie öffnete ihre Augen und entdeckte den Wolf. Sofort begann sie zu zischen und bereitete sich auf einen Kampf vor.
Der Wolf war fasziniert von ihrer Schönheit und ihrem Mut und blieb ruhig auf seinem Platz sitzen. Er wusste das er ihr Zeit lassen musste sich an ihn zu gewöhnen. Denn er wollte ihr nichts tun. Er wollte nur zu ihr, wollte fühlen wie sich ihre wunderschöne glitzernde Haut anfühlte und wie sie roch.
Die Schlangenfrau spürte dass der Wolf sie nicht angreifen wollte und entspannte sich wieder. Sie begann ihren Schlangentanz im Mondlicht zu tanzen und behielt nebenbei den Wolf im Auge um im Notfall zubeißen zu können.
Der Wolf beobachtete sie fasziniert, und zum ersten Mal in seinem Leben wollte er etwas für sich allein haben. Er wollte die Schlangenfrau haben, ganz für sich allein. Er wollte seinem Bruder nichts von ihr erzählen und er wollte nicht dass sie ihn sah.

So schlich er zurück zu seinem Bruder und hatte zum ersten Mal in seinem Leben ein Geheimnis vor ihm. Und er begann seinen Bruder zu belügen, damit er alleine zur Schlangenfrau konnte um sie zu beobachten. Er erzählte seinem Bruder dass er jagen gehen würde, oder alleine durch den Wald streifen möchte. Nachts schlich er sich heimlich davon, damit sein Bruder nicht merkte dass er weg war.

So ging er Nacht für Nacht zur Schlangenfrau und machte sich ihr vertraut. Sie verlor mehr und mehr die Angst vor ihm. Und er konnte immer näher kommen. Sie spürte dass er ihr nichts tun wollte und wurde immer neugieriger auf ihn.
Eines Nachts waren sie so nah beieinander dass sie sich zum ersten Mal berührten. Die Schlangenfrau war fasziniert vom weichen Fell des Wolfs und glitt vorsichtig darüber.
Der Wolf war wie betäubt von ihrem Duft und leckte ihre glatte, glitzernde Haut. Er war so glücklich! Niemals hätte er sich vorgestellt wie wunderschön es sein würde die Schlangenfrau zu berühren.
Das Einzige was dieses Glück trübte war das er fühlte dass er seinen Bruder verriet. Das machte ihn traurig. Aber er war so vernarrt in die Schlange, er wollte sie ganz für sich alleine haben, niemals würde er dieses Glück teilen! Nicht einmal mit seinem Bruder!

Und so kam er weiterhin Nacht für Nacht um die Schlangenfrau zu sehen.

Kapitel 2

Eines Nachts wachte sein Wolfsbruder auf und sah dass sein Bruder nicht da war. Normalerweise beunruhigte ihn das nicht weiter, sie gingen öfter nachts jagen. Aber in dieser Nacht war er beunruhigt. Sein Bruder war in letzter Zeit oft zurückgezogen und schien ihn auszuschließen. Sie waren nicht mehr so innig und offen miteinander wie früher.
Der Wolfsbruder stand auf und streifte durch den mondhellen Wald. Seine Pfoten trugen ihn immer tiefer in den Wald. Obwohl er kein bestimmtes Ziel im Auge hatte schien es als würde ihn eine Macht antreiben und er lief wie in Trance immer weiter.
Plötzlich tauchte eine Lichtung vor ihm auf und er sah einen Wolf und eine wunderschöne Schlange.
Die Schlange glitt durchs Fell seines Wolfbruders, und dieser leckte voller Hingabe ihren glitzernden Leib.
Der Wolf war wie hypnotisiert und konnte seinen Blick nicht von der Schlangenfrau abwenden. Die Schlangenfrau spürte die warme Energie und öffnete ihre Augen.
Als sich ihre Blicke trafen schien die Welt plötzlich still zu stehen. Die Zeit wurde angehalten. Die Schlange und der Wolfsbruder bewegten sich aufeinander zu, ganz langsam. Wie zwei Magneten die sich anzogen, der Rest der Welt völlig ausgeblendet.
Wie von einer fremden Macht wurden sie immer näher aneinander gezogen, und nichts und niemand hätte etwas daran ändern können.
Als sie sich berührten explodierte ein helles Licht. Ein Ball aus purer Energie umschloss den Wolf und die Schlangenfrau und sie leuchteten in einer wundervollen hellen, gleißenden Farbe. Das Licht bestand aus purer Liebe, und sie war nicht von dieser Welt, so mächtig war sie.
Als der Wolfsbruder das sah, zerriss es ihm fast das Herz. Ein nie gekannter Schmerz durchfuhr ihn und der war so groß das er dieses Licht einfach nur zerstören wollte! Er wollte die Schlangenfrau. Er hatte sie entdeckt und gezähmt. Sie gehörte ihm allein!
Und er verfiel in einen Blutrausch aus Rache, Hass und Wut.
Er stürzte sich auf die Schlangenfrau und seinen Bruder. Und in seiner rasenden Wut biss er die Schlangenfrau zu Tode und dann tötete er seinen Bruder der sich nicht mal wehrte weil er so unter Schock war als er sah wie sein Bruder die Schlangenfrau, seine zweite Hälfte, getötet hatte.

Kapitel 3

Als der Wolf aus seinem Blutrausch erwachte sah er was er angerichtet hatte. Er sah seinen geliebten Bruder der tot in seinem Blut lag. Er sah seine geliebte Schlangenfrau, die nun nicht mehr glitzerte und schön war, sondern tot und kalt.
Ein tiefer Schmerz durchfuhr all seine Glieder. Er hatte die einzigen zwei Wesen getötet die ihm jemals etwas bedeutet hatten.
Langsam lief er immer tiefer in den Wald. An der dunkelsten Stelle ließ er sich nieder und starb voller Schuld und Scham und ganz allein.
Kapitel 4

Als der große Geist die drei Seelen umherirren sah bekam er großes Mitleid mit ihnen.
Jede einzelne war so verloren, auf der Suche nach den anderen beiden.
Und so entschloss sich der große Geist die drei Seelen zurückzuschicken und ihnen eine neue Chance zu geben. Sie sollten die Chance bekommen aus ihren Erfahrungen zu lernen, und in Frieden und Liebe vereint zu werden.
Er löschte ihr Gedächtnis und schickte sie zurück in ihre Körper und gab ihnen all die Liebe des großen Geistes mit.

Kapitel 5

Der eine Wolfsbruder lebte in einem Clan. Keiner nahm ihn wirklich ernst, denn er wehrte sich nie. Er konnte nicht kämpfen, denn er hatte große Angst jemanden zu verletzen.
Ihm war alles recht, nur eines, das wollte er nie wieder erleben: wie es sich anfühlt jemandem wehzutun den man liebt.
Also ließ er sich lieber herumschubsen und passte sich an, und keiner nahm ihn wirklich für voll.

Der andere Wolfsbruder hatte sich gleich als er alt genug war von seinem Rudel getrennt. Er wollte lieber allein sein, ein einsamer Wolf. Er glaubte dass er niemanden brauchte. Gar niemanden.
Denn er glaubte dass man sowieso niemandem vertrauen konnte. Das jeder und alle ihn sowieso nur belügen und betrügen wollen.
Überall erwartete er Gefahr und er konnte nichts Offenes im Rücken haben, weil er immer darauf vorbereitet war ohne Vorwarnung angegriffen zu werden. Er vertraute niemandem.
Und am allerwenigsten der Liebe. Liebe war zerstörerisch, ja geradezu tödlich! Und so ließ er nichts und niemanden an sich heran. Er entschied sich als einsamer Wolf durch die Wälder zu streifen und hatte nur manchmal kurzen Kontakt zu anderen Wölfen und Wölfinnen, dann zog er weiter.

Die Schlangenfrau hatte Angst. Sie hatte große Angst. Sie hatte Angst vor den Wölfen. Einst hatte sie Wölfen vertraut, aber nun glaubte sie das Wölfe nur zerstören wollen, sie töten und verletzen.
Und so lebte sie ihr Leben immer in großer Vorsicht und Angst, und vertraute nur den Schlangenfrauen.
Es gab sogar Zeiten da hasste sie alle Wölfe, sie hätte am liebsten gehabt das alle Wölfe dieser Erde aussterben würden….so groß war ihre Angst vor ihnen.

Kapitel 6

Eines Tages war die Schlangenfrau mit den anderen Schlangenfrauen im Wald, als sie dem ängstlichen, schüchternen Wolfsbruder begegnete.
Sie baute sich vor ihm auf und zischte ihn an….und er machte sich klein und unterwarf sich ihr.
So kam es das sich der unterworfene Wolf, der Angst hatte in seine Kraft zu gehen, und die aufgeblasene Schlangenfrau, die Angst vor den Wölfen hatte, sich näherkamen.
Wieder kam der Wolf jede Nacht zur Schlangenfrau. Sie glitt durch sein Fell und er leckte ihre schimmernde Haut. Doch beide hatten Angst voreinander, beide spielten sich etwas vor.
Der Wolf war zufrieden, hatte er doch endlich seine Schlangenfrau…aber sein Leben war fad und er ließ sich treiben. Er wusste nicht was er will und ließ sich weiter rumschubsen.
Die Schlangenfrau wurde immer wieder von einer großen Sehnsucht heimgesucht. Ihre Haut wurde immer glanzloser, sie tanzte nicht mehr und war immer wieder sehr traurig.

Kapitel 7

Eines Tages lag die Schlangenfrau auf einem großen Stein in der warmen Sonne. Ihre Haut glänzte an diesem Tag, sie funkelte in den Sonnenstrahlen und sie übte ihren Schlangentanz.
Plötzlich stand ein einsamer, wunderschöner, stolzer Wolf zwischen den Bäumen und schaute sie an
Im ersten Moment erstarrte die Schlangenfrau vor Schreck, doch dann schauten sich die beiden in die Augen. Die Erde hörte auf sich zu drehen und wie zwei Magneten bewegten sie sich aufeinander zu, voller Vertrauen.
Als sie sich berührten begann alles um sie herum zu leuchten. Ein riesiger Energieball aus purer, reiner Liebe umschloss ihre Leiber und die Zeit stand still.

Doch dann bekam der einsame Wolf plötzlich Angst, und die Schlangenfrau erinnerte sich an ihren Wolf. Der magische Moment war vorbei und die beiden trennten sich.

Ein großer Schmerz breitete sich in ihnen aus. Der einsame Wolf dachte nur noch an die Schlangenfrau und konnte sie nicht vergessen. Er wollte zu ihr, aber er hatte zu große Angst vor der Liebe.
Die Schlangenfrau sehnte sich nach dem einsamen Wolf. Sie suchte ihn im ganzen Wald, aber sie konnte ihn nicht finden. Und sie wurde trauriger und trauriger.
Ihr Wolf war sehr verzweifelt. Er wollte nur dass die Schlangenfrau glücklich war, und er leckte sie voller Hingabe. Er jagte für sie und brachte ihr alles was sie nur wollte.
Aber es half nichts. Die Schlangenfrau zog sich immer mehr zurück.

Der Wolf litt sehr darunter das die Schlangenfrau nicht mehr bei ihm sein wollte. Ohne sie wollte er gar nicht mehr leben. Er ging in den Wald und versuchte seine Wolfskraft wiederzufinden.

Die Schlangenfrau ging zu ihrem Clan, dem Schlangenclan, und kam nach und nach wieder zu Kräften. Sie vermisste die beiden Wölfe, aber sie brauchte erst mal alle Kraft für sich um wieder glücklich zu werden. Je mehr sie von der Schlangenmedizin ihrer Schwestern bekam je gesunder wurde sie. Ihre Haut begann wieder zu glänzen und sie begann wieder ihren wunderbaren Schlangentanz zu tanzen.

Der schüchterne Wolf lernte in den Wäldern alleine zu jagen, ohne sein Rudel. Er begann sich zu wehren wenn er angegriffen wurde, und ganz allmählich wuchs seine Kraft. Er wurde größer und kräftiger und sein Fell wurde glänzender. Je länger er alleine durch die Wälder streifte je stolzer wurde er auf sich und seine Wolfskraft.

Der einsame Wolf hatte immer noch große Angst. Nur manchmal, wenn er ganz viel Mut hatte schlich er sich heimlich zur Lichtung und beobachtete die Schlangenfrau von weitem. Dann zog er wieder in die Wälder.

Kapitel 8

Eines Nachts streifte der stolze, stark gewordene Wolf durch den Wald. Der Vollmond schien und er genoss die Schatten die die Bäume im Mondlicht warfen.
Plötzlich sah er auf einer Lichtung die Schlangenfrau im Mondlicht ihren Tanz tanzen. Ihr Körper funkelte und glitzerte im hellen Mondlicht und er ging langsam auf sie zu.
Als sie ihn sah hatte sie keine Angst. Sie war sehr glücklich ihn zu sehen und glitt durch sein weiches Fell. Er leckte ihre zarte Haut und sie schliefen beieinander ein.

Kapitel 9

Die Schlangenfrau erzählte dem Wolf von ihrer Begegnung mit dem einsamen Wolf, und etwas tief in der Seele des Wolfs erinnerte sich an seinen Bruder.

So kam es das der einsame Wolf immer wieder zur Lichtung kam und heimlich durch die Blätter spähte. Er sah die schöne Schlangenfrau und auch den anderen Wolf, und er wäre so gerne zu ihnen gegangen. Aber er konnte nicht. Zu groß war seine Angst vor dieser großen Liebe die ihn zu Verschlingen drohte. Zu groß war sein Respekt vor dem anderen Wolf dem er die Schlangenfrau nicht nehmen wollte. Er wusste nicht wieso er sich diesem Wolf so verbunden fühlte.
Manchmal sah ihn die Schlangenfrau und lächelte ihm zu. Doch dann verschwand er meist wieder in die Einsamkeit der Wälder.

Die Schlangenfrau war glücklich mit ihrem Wolf. Aber sie konnte den einsamen Wolf nicht vergessen und sehnte sich sehr nach ihm.
Der stolze Wolf wollte nur dass die Schlangenfrau glücklich war. Auch er sehnte sich nach dem einsamen Wolf. Nichts wollte er mehr als ihn bei sich aufzunehmen. Er wollte dass er zur Schlangenfrau kam. Er wünschte sich von ganzem Herzen das der einsame Wolf ihm wieder vertrauen würde und zurückkommen würde zu ihm….

Kapitel 10

Die Zeit verging und der einsame Wolf kam immer öfter und länger zur Lichtung und spähte durchs Dickicht.
Die Schlangenfrau und der stolze Wolf sahen ihn und lächelten ihm zu, aber sie ließen ihn in Ruhe. Damit er in seiner Zeit den Mut und das Vertrauen wiederfinden würde um zu ihnen auf die Lichtung zu kommen.

Kapitel 11

Und eines Nachts war es dann soweit.
Der Vollmond schien hell und der einsame Wolf erwachte aus seinem unruhigen Schlaf.
Plötzlich wurde er sehr wütend. Er wollte nicht mehr einsam und allein sein, und ein tiefes Grollen drang aus seiner Kehle. Er ließ ein lautes durchdringendes Geheul los. In diesem Geheul fiel alles von ihm ab. All der Schmerz und die Angst und all das Unvertrauen das er so lange mit sich herumgetragen hatte…alles was ihn in die Einsamkeit getrieben hatte.
Sein Herz fühlte sich plötzlich frei und weit an und er lief zur Lichtung. Er sah die Schlangenfrau, ihren glitzernden funkelnden Leib der auf dem weichen Fell des stolzen Wolfs lag.
Fast schon hätte ihn der Mut verlassen als sie seine warme Energie spürte und ihre Augen öffnete.
Wieder sahen sie sich an und die Zeit schien stillzustehen. Wieder bewegten sie sich langsam aufeinander zu, wie zwei Magneten.
Und als sich ihre Leiber berührten entstand ein gleißendes Licht. Sie waren eingehüllt von einem unglaublich hell leuchtenden Energieball aus purer, reiner Liebe. Das Licht strahlte so hell das es die gesamte Lichtung erstrahlen ließ.
Der stolze Wolf beobachtete diese Szene. Ihm liefen die Tränen runter vor lauter Glück. Noch nie zuvor hatte er so eine Schönheit, so eine Liebe gesehen. Und obwohl er traurig war die Schlangenfrau zu verlieren, war sein Herz offen und voller Liebe und Glück das die beiden sich endlich gefunden hatten!

Kapitel 12

Und dann geschah das Wunder.
Der Energieball öffnete sich und die Schlangenfrau und der einsame Wolf blickten auf den stolzen Wolf.
Der einsame Wolf sagte: „ Komm zu mir mein Bruder!“
Die Schlangenfrau sagte: „ Komm zu mir, mein Geliebter!“
Der stolze Wolf konnte kaum fassen was er da hörte… Er sollte kommen, er der sich so schuldig fühlte, er der glaubte nicht das Recht zu haben bei ihnen zu sein…Er zögerte, hatte Angst in das Licht einzutauchen. Angst das wirklich verdient zu haben.
Aber je länger er in die Augen der Schlangenfrau und des einsamen Wolfes schaute, je mehr entdeckte er wie willkommen er war.
Und dann tauchte er ein in das gleißende Licht. Und sie begannen zu strahlen und zu leuchten in den wunderbarsten Farben.

Die Tiere aus dem Wald wurden wach und liefen aufgeregt zu der Quelle dieser unglaublichen Energie. Soviel Schönheit und Licht hatten sie noch nie gesehen.
Und in dem gleißenden Licht standen die Wolfsbrüder, eng aneinandergeschmiegt und unglaublich glücklich wieder zusammen zu sein. Und zwischen ihnen lag die Schlangenfrau und funkelte in ihren allerschönsten Farben.
Endlich war sie weg ihre Sehnsucht.
Endlich waren sie ZUHAUSE!

Nachwort

Silbern schien der volle Mond auf eine Lichtung in einem wundersamen Wald. Geborgen lag sie zwischen den Bäumen deren Blätter leise im Wind raschelten.
Auf der Lichtung lagen zwei starke, stolze Wölfe, ihr Fell leuchtete im Mondlicht, und zwischen ihnen lag eine wunderschöne Schlange. Wie ein schützendes Nest hatten sie sich um sie gelegt und sie lag sicher und geborgen zwischen den beiden Wolfsbrüdern und schlief friedlich.
Die Wolfsbrüder schauten sie an, und dann blickten sie sich in die Augen. In den Augen des anderen sahen sie die Liebe die sich in ihrem eigenen Blick wiederspiegelte.
So fühlte es sich also an, das Paradies auf Erden.

Anja Wilken
Bild: Silke Mager


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Schmetterling

Schmetterling

Einst war ich eine Raupe…
das Leben war gut,
es war eben ein ganz normales Raupenleben.
Ich wusste nichts von Schmetterlingen…
ich war einfach Raupe.

Doch irgendwann kam die Zeit,
da kam der Ruf…
etwas in mir spürte das ich MEHR war als nur diese Raupe…und eine tiefe Sehnsucht erfüllte mich…

Ich verstand das nicht,
war ich doch einfach eine Raupe!
Und doch geschah es….
einfach weil die Zeit reif war…

Und so verpuppte ich mich,
in meinem Kokon…Ich hatte keine Wahl.
Ich konnte mich dagegen wehren, oder Ja dazu sagen.

Es war dunkel darin,
und beängstigend…
es war eng…
und schien kein Ende zu nehmen…

Immer wieder die Frage:
Wieso bin ich hier?
Ich will zurück…
zurück ins Raupenleben!
Alles war besser…
als diese Dunkelheit…
diese Enge…

Keine Vorstellung davon,
was danach kommen würde…

Doch dann,
eines Tages,
ganz plötzlich…

öffnete sich der Kokon…

und ich sah…
die SONNE!
Ich sah das LICHT!

Ich öffnete meine Flügel…

ICH HABE FLÜGEL!!!

Ich bin so leicht…
so unglaublich leicht…

Ich kann fliegen…
Oh mein Gott…

ICH FLIEGE!!!

Anja Wilken


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Zeit der Fülle

Namaste ihr Lieben

Wir befinden uns in einer immer rasanteren Fahrt in unser wunderbares Leben. Wer jetzt eintauchen kann in diesen Fluss erfährt tiefe FÜLLE.
Im Moment kannst du einfach nur mitfliessen mit all den neuen Energien und hast Spaß an dieser wilden Fahrt…oder aber du versuchst dich dagegen zu wehren, und das kann ziemlich unangenehm und schmerzhaft werden. Im Innen wie im Aussen.

Wir werden konfrontiert mit Altem und Neuem und werden immer wieder aufgefordert „JA“ dazu zu sagen, loszulassen, und uns diesem Prozess vertrauensvoll hinzugeben. Manch einem fällt das schon ziemlich leicht, und er erfährt dadurch zur Zeit viel Aufwind und Inspiration. neue Türen öffnen sich und wir können einfach in unsere Zukunft hineinspringen
Doch für andere ist es ziemlich kraftraubend und anstrengend, weil einem die alten Gefühle, Schatten und Glaubenssätze gerade mit Vehemenz um die Ohren geschmissen werden….da hielft nur atmen und darauf vertrauen das jeder Schmerz ein Ende hat, und jede dunkle Nacht von einem Morgen erweckt wird. Vielleicht kannst du auch Unterstützung brauchen, dann laden wir dich herzlich ein im Dezember unser Seminar zum Thema: „URVERTRAUEN“ zu besuchen. Das kann hier sehr hilfreich sein um alte schmerzhafte Muster aufzulösen.

Letzlich sitzen wir alle im selben Boot, und fahren gemeinsam in dieser unglaublich, kraftvollen und intensiven Zeit durch unser Leben. Alles in uns strebt nach Einheit und Verbindung. Und ich vertraue darauf das wir unendlich gut geführt sind, und gebe mich dem Leben mit allem was dazugehört hin. Manchmal fällt es mir leichter, manchmal auch nicht. Ich wünsche mir für uns alle das wir uns immer mehr als EINHEIT erfahren, und erkennen das jeder seinen Beitrag leistet, wir tun es gemeinsam, und begleiten uns gegenseitig auf dieser Erwachens- und Heldenreise. Wir sind nicht allein:

WE ARE ONE

Herzensumarmung Anja


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Nackt

Warst du schonmal nackt?
Ich meine wirklich nackt…

Hattest du den Mut dich zu zeigen…
verletzlich und offen…
auch auf die Gefahr hin das es weh tut?

Hast du den Mut zu fühlen wer du wirklich bist,
unter all deinen Schutzschichten…
denn dich selbst kannst du erst finden unter deiner Verletzlichkeit die du so sorgsam zu verstecken suchst.

Wenn wir wirkliche Nähe und Intimität erfahren möchten,
kommen wir nicht umhin uns auszuziehen…

Wer sich nach wirklicher Tiefe sehnt,
nach wirklicher Verbindung mit sich selbst und der Welt die ihn umgibt,
wird den Mut haben müssen sich zu öffnen und verletzlich zu zeigen…

Bist du bereit dafür?
Bist du zumindest bereit dafür es ehrlich zu versuchen…

Frauen tragen oft ein großes Schutzschloss um ihre Sexualität…
um nicht sichtbar zu werden,
in ihrer Nacktheit,
ihrer Verletzlichkeit,
ihrer Zartheit…
sie spielen lieber Rollen,
als sich echt und wahrhaftig ihrem wahren zarten Wesen zu öffnen.
Die Kraft liegt genau darin…in ihrer Verletzlichkeit…

Männer tragen oft ein großes Schutzschloss um ihre Herzen…
um sich weiter stark und unnahbar zu pränsentieren…
um nicht angreifbar zu werden…
um nicht in Kontakt zu kommen mit ihren verletzlichen Seele.
Die Kraft liegt genau darin…in der Öffnung ihres männlichen Herzens…

Beide haben solche Sehnsucht danach sich WIRKLICH nah zu sein…
sich zu verbinden, zu vereinen.
Denn in beider Seelen, beiden Geistern, beiden Körpern…
brennt die Sehnsucht nach der Erfahrung von EINHEIT.

Nach der wirklichen Erfahrung von dem was wir SIND…
UNTER all den Rollen…
UNTER all den Schutzschichten…
UNTER allem und allem….was scheinbar wichtig erscheint, und uns ablenkt von dem was WIRKLICH wichtig ist.

Und beide versuchen des anderen Schutzschloss zu öffnen…
seine Schutzmechanismen einzureissen…
oft mit Hilfe von Druck und unbewusster Manipulation.
Weil die Lösung scheinbar im anderen zu sein scheint…
Weil scheinbar der ANDERE sich öffnen muss…
dann würde sich alles ändern…

Das Resultat ist Kampf und Frust und Trennung….
Trennung im Innen und im Aussen….
sich noch mehr verschliessen hinter den altbekannten Schutzmauern.
Das Schutzschloss noch dicker schmieden…
Beziehungen ohne wirkliche Nähe….oder lieber gleich allein bleiben,
niemanden mehr an sich ranlassen…
sicher und geschützt…
aber auch einsam und getrennt von dir und der Welt da draussen…mit dern brennenden Sehnsucht jemand könnte dich eretten.

JA!
Es gibt jemand der dich retten kann!
DU SELBST.
Indem DU die Wahl triffst NACKT zu sein.
Indem DU dich entscheidest das du selbst DEIN Schutzschloss öffnest…
denn DANN geschieht das Wunder nach dem du dich so sehr gesehnt hast.

Ja,es macht ANGST, und es braucht MUT…und für einen Moment wirst du dich vollkommen schutzlos fühlen, weil es NEU ist das zu tun…
weil es leichter ist den anderen verändern zu wollen als sich selbst…
Und es braucht dein Vertrauen und die Hingabe an alles was du bisher bekämpft hast und wovor du dich zu schützen meintest…
Mitten im Feuer der Verteidigung wirst du die Waffen niederlegen müssen und eine neue Wahl treffen müssen…
nämlich das DU den ersten Schritt machst,
und DICH öffnest…

Und es wird dir eine neue Welt der ERFÜLLUNG schenken.
Denn unter all der Angst und dem Schmerz…da bist DU…
Leuchtend und wundervoll…

Hast du den Mut nackt zu sein?
Hast du den Mut dich verletzlich zu zeigen?
Hast du den Mut deine Schutzmauern endlich fallen zu lassen….

Kannst du deinem Partner und deinen Mitmenschen Zeit und Raum lassen,
damit er/sie sich in seiner/ihrer Zeit öffnen können…
Kannst du achtsam sein mit seinen/ihren Verletzlichkeiten und Ängsten…
und mit deinen eigenen…
mit deinen Unzulänglichkeiten, Ängsten, deiner Kleinheit…UND deiner Größe?

Ganz ohne Druck, Erwartungen und „mehr“ haben wollen…
weder von den anderen, noch von dir selbst.
Dich einlassen auf den anderen…und damit auch auf DICH.
Denn du und er/sie…ihr seid EINS.

Bist du bereit bei dir zu bleiben…
ehrlich und wahrhaftig…
und milde mit dir zu sein…und mit deinem Gegenüber.

Bist du bereit immer wieder völlig nackt zu sein…
im Feuer deiner aufgewühlten Gefühle…
wenn Identität um Identität die du dir aufgebaut hast plötzlich bröckelt und du WIEDER und WIEDER vor dem NICHTS stehst…

Und dann NICHTS mehr übrig bleibt von dir…
als nur DU SELBST…
vollkommen NACKT…
im HIER und JETZT….

Du willst die wahre Liebe?
Du sehnst dich nach wirklicher Nähe…
wirklicher Intimität?
Du sehnst dich nach der Erfahrung von EINHEIT…
HIER und JETZT….in diesem Körper, als diese Seele…
und all das BEWUSST erfahrend?

Dann mach den ersten Schritt!
Und zieh dich aus…
schau hinter dein Schutzschild aus selbst aufgebauten Identitäten die du alle NICHT BIST…
die du nur gebraucht hast um in dieser harten Realität zu überleben…

Sieh sie dir an…
deine Verletzlichkeiten…
lern dir zu vertrauen…
lern dem großen Ganzen zu vertrauen…
sei NACKT.

Text: Anja Wilken


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Uns in unserem Inneren befreien zu lassen, öffnet die Türen in neue Dimensionen!

Wir kämpfen so sehr um unsere Freiheit…im Aussen.
Und rennen immer wieder gegen unsere eigenen inneren Gitterstäbe.
Das ist unendlich schmerzvoll, für uns selbst, und unsere Umwelt. Denn wir projezieren unsere eigene Unfreiheit, die auf uralten Schuldgefühlen beruht, auf unsere Chefs, Partner, Kinder…und erschaffen uns und anderen damit immer wieder neues Leid und Abhängigkeiten. Wir bestrafen uns selbst immer und immer wieder…und wiederholen das karmische Rad.

Jetzt, in dieser Zeit der „Gnade“ ist es möglich uralte karmische Schwüre, Schulden und Flüche endlich zu erlösen!

Stehenzubleiben, und aufzhören im Aussen zu agieren, sich mit Gewalt die Freiheit herzuholen….zu atmen…zu fühlen…im Innen….öffnet das Tor in uns in die wahre Freiheit.

Denn wir hier, in Westeuropa, wir SIND wirklich FREI!
Alle Unfreiheit die wir erfahren ist letzlich hausgemacht, und spiegelt uns nur die Unfreiheit und „Bestrafung“ in unserem Inneren wieder. Und auch nur hier können wir sie erlösen (lassen…denn letzlich werden wir erlöst indem wir uns diesem Prozess hingeben, wir TUN es nicht, wir lassen es geschehen).

Wenn die Zeit gekommen ist…und im Moment stehen die Tore in die andere Dimension weit offen!…können wir wirklich uralte „Flüche“ und „Schulden“ die unsere Seelen gefangen gehalten haben endlich loslassen.
Wenn wir uns dem alten Schmerz der Schuld und Bestrafung hingeben, wird er einfach von uns genommen…sofern wir dafür bereit sind und uns dieser Gnade öffnen.

Und wenn das geschieht, dann ändert sich ALLES!
Du wirst die Welt vollkommen neu erfahren, mit neuen Augen sehen. Andere Gedanken und Gefühle haben….wie ein neugeborenes, wirklich unschuldiges Kind, wirst du deine Welt neu erschaffen.

Es lohnt sich also wirklich sich diesem Prozess zu öffnen und hinzugeben.
Du, liebe Menschenseele…hast dich nun lange genug selbst bestraft. Lass endlich los und sei FREI.

Text und Bild: Anja Wilken


  • 2

Dieser Herbst kann uns in die Freiheit katapultieren

…sofern wir dafür bereit sind und uns dem Flow dieser Tage vertrauensvoll hingeben.

Lange Zeit suchten wir sie im Aussen: die Freiheit. Doch über das Aussen können wir niemals zur wahrer Freiheit gelangen, das haben wir inzwischen am eigenen Leib erfahren. Es ist ein Kampf am falschen Ort, den wir niemals gewinnen konnten. Die Gitterstäbe sind nämlich nicht im Aussen, sondern in unserem Inneren verborgen. Und auch nur hier können wir uns selbst aus der Gefangenschaft befreien und erlösen.

Doch jetzt öffnen sich die Türen in die neuen Dimensionen immer mehr. Und somit auch unsere Möglichkeit wirklich uralte Themen, Gedankenmuster, Überzeugungen…die tief in unserer Seele verankert waren…ind Leichtigkeit zu erlösen und zu verabschieden, einfach indem wir uns dieser kraftvollen Energie hingeben und mitfliessen.

Niemals war es das Aussen das uns festgehalten hat in unfreien Beziehungen, Arbeits- und Lebensverhältnissen.
Unsere ureigensten, tiesten, unbewussten Überzeugungen und Erfahrungen aus unserer Kindheit, (auch Erfahrungen aus vergangenen Leben), haben uns darin verharren lassen, und weiter im Aussen „kämpfen“ lassen gegen uns selbst. Gegen unsere eigenen uralten Überzeugungen die uns wieder und wieder in neuem Kostüm im Aussen begegnet sind.

Doch nun haben wir endlich die Chance auf eine tiefe Erlösung dieser uralten Verstrickungen. Wenn wir bereit sind wirklich IN UNS alles anzunehmen was dieser Tage hochkommt: Gedanken, Gefühle und körperliche Erfahrungen, dann haben wir die Chance ganz viele Erkenntnisse und Erinnerungen in unser Bewusstsein zu holen. Und damit kommen wir auch aus der Ohnmacht in die Macht, weil wir nicht mehr Opfer unserer unbewussten Schattenanteile sind, sondern tatsächlich die Möglichkeit haben nun neu zu wählen und das Alte in Würde zu verabschieden.

Wir wollen FLIEGEN!
Und vor allem: Wir KÖNNEN FLIEGEN!

Und wir müssen nichtmal etwas dafür tun, weil es einfach der richtige Zeitpunkt ist! Weil einfach unser gesamtes Universum die Schnauze voll hat und mit einer tiefen Ein- und Ausatmung den Panzer all des dunklen Mülls um sich herum sprengt!
Weil es JETZT an der Zeit ist genau das zu tun!
Und es geschieht einfach.

Wir können uns diesem Transformationsprozess freudvoll atmend, beobachtend und fühlend hingeben…oder wir können uns angstvoll „festklammern“ am Alten.
Die Wahl treffen wir selbst.

Es ist einfach EGAL was andere über DEIN Denken, DEIN Leben sagen…wie sie es beurteilen, was sie von dir halten.
Denn JEDER EINZELNE von uns geht seinen ganz ureigensten Weg! Es gibt keinen Richtigen und keinen Falschen! Es gibt nur DEINEN. Und den nimmt dir niemand ab, und dir kann auch keiner sagen welcher Weg für dich richtig ist. Das kannst nur DU SELBST.

Er kann ganz spirituell sein, oder pragmatisch und erdig, das ist völlig egal.
Wenn du beginnst IN DIR zu forschen…wird es für dich immer weniger interessant sein über den Weg und die Erfahrungen anderer zu urteilen, weil es einfach immer spannender wird zu entdecken wer DU bist und wie sich dein Weg dir offenbart.
Das ist Freiheit!

Die Tore in die Freiheit stehen dieser Tage sperrangelweit offen!
Aber durchgehen muss jeder selbst.

Insofern:
Willst du selbst endlich die Flügel ausbreiten und FLIEGEN?
Oder willst du lieber weiter warten bis dich das Leben aus dem „sicheren“ Nest schubst 😉

Ich wünsche uns allen eine wundervolles, lebendiges Leben in FREIHEIT. Und viel Spaß beim Fliegen, mit deinen neu entdeckten Flügeln 🙂

Text und Bild: Anja Wilken


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Trauma und Spiritualität

Trauma und Spiritualität

Ich selbst habe bemerkt wie lange ich mich „versteckt“ habe hinter meinem spirituellen Wissen, und der Spiritualität im allgemeinen, und wie wenig ich in manchen Bereichen meines Lebens wirkliche Spiritulität GELEBT habe, daraus entstand heute dieser Text. Denn das LEBEN…ist das spirituellste Erlebnis überhaupt! Und es ist so wundervoll wenn wir beginnen es voll und ganz in BESITZ zu nehmen!
Inzwischen fühle ich mich (fast) immer und überall, hahaha…ich bin wütend und traurig und lustig und freudig…wild und still….manchmal zu und manchmal offen…und immer bewusster und liebevoller ICH. Und genau das wünsche uns allen

Trauma und Spiritualität

Trauma bedeutet, das in deinem System, (mit System meine ich Körpererinnerungen die im Körper und dem lymbischen System gespeichert sind), Energien und Gefühle „eingefroren“ sind.
Und dein System baut jede Menge Schutzmechanismen auf um diese eingefrorenen Gefühle und Energien NIEWIEDER fühlen oder erfahren zu müssen.
Das bedeutet, die Erfahrung war für dich und dein System so „unverkraftbar“, das du diese Erfahrung komplett abgeschnitten und eingeschlossen hast, und sie für dein Bewusstsein kaum mehr zugänglich ist. Unbewusst wirst du nun alles dafür tun nichtmehr in so eine Situation oder Erfahrung zu gelangen. Und selbst wenn du bereits weißt worum es geht, so reagiert doch dein emotionales System dermaßen intensiv auf diese als „gefährlich“ eingestufte Situation, das du nicht in der Lage bist angemessen darauf zu reagieren.

Hier kommt die Spiritualität ins Spiel. Denn das System traumatisierter Menschen versucht sich zu retten indem es nicht mehr FÜHLEN muss, sich also abschneidet vom Körper und den Emotionen. Das heißt erste Hilfe leistet das dissoziieren, (raus aus dem Körper, raus aus dem Fühlen), und rein in den Kopf (sieht man bei starken Kopfmenschen z.B.)…oder eben auch die helle, weite Welt der Engel und des Universums.

Die Spiritualität hast sehr viel mit dem „Geist“ zu tun, also mit unserem geistigen System, das erstmal auch gut abgekoppelt vom Körper wahrgenommen werden kann. Mit den oberen Chakren, der lichtvollen, hellen, weiten Energie des Universums können wir Verbindung fühlen zur universellen Liebe… an diesem Ort ist es „sicher“. Und wenn die Verbindung zu den unteren Chakren fehlt, kann es sein das wir 2 komplett verschiedene Leben erfahren.
Das eine ist „himmlisch“…im Geiste.
Das andere ist eher „ein Kampf“…im Körper.

Für das traumatisierte System ist die geistige Welt wirklich ein guter Ort! Denn hier muss man weder fühlen, noch geschieht sonst etwas so„Dunkles“… wie damals.
Somit ist die Spiritualität für viele traumatisierte Menschen eher ein „Zufluchtsort“ um sich abzuschneiden von den „gefährlichen“ Gefühlen, anstatt ein Ort um das Leben zu bereichern und GANZ zu werden, und sich als komplettes, ganzes Wesen zu erfahren…Körper, Geist und Seele.

Die Spiritualität ist tatsächlich eine wundervolle Ressource. Hier kann man sich erholen, auftanken, schaut über den Tellerrand des Körpers und des menschlichen Lebens hinaus. Das tut sehr gut, und kann uns den Blíck öffnen für neue Möglichkeiten auf unseren Weg. Außerdem erfahren wir dadurch das wir eben mehr sind als nur unser Körper, und das es noch sehr viel mehr im Universum gibt das wir nach und nach entdecken und nutzen können.
Wenn wir allerdings hier steckenbleiben, dann sind wir abgeschnitten von einem Teil von uns der LEBEN heißt!

Wirkliche Heilung und Transformation von Trauma geschieht nämlich INNERHALB unseres Systems und unseres Körpers, als ERFAHRUNG!
Indem wir an den Ort des „Schreckens“ IN UNS zurückkehren, und nochmal fühlen und erfahren was damals so „unverkraftbar“ war, lösen wir die eingefrorenen, traumatischen Energien aus unserem System, und öffnen einen ganz neuen Raum der FREIHEIT und der Möglichkeiten für unser Leben.

Und genau hier setzt die körperorientierte Traumtherapie an.
Denn es braucht vor allem SICHERE RÄUME damit wir wirklich bereit sind nochmals in kleinen, dosierten Schritten zurückzukehren an diesen Ort.
Und mit der Erfahrung dass es DIESMAL sicher ist, wir eine neue, GUTE Erfahrung machen, kann sich Stück für Stück die alte Energie aus unserem System lösen. Und plötzlich ist da ganz viel Platz und Raum für NEUES. Für Möglichkeiten unser Leben so zu gestalten wie wir es uns wünschen. Und plötzlich geht es leicht!

Somit ist die Spiritualität immer mit viel Bewusstsein zu geniessen. Man muss schon ganz genau und ehrlich mit sich selbst hinschauen ob man sie eher nutzt um sich „wegzubeamen“ in eine Traum- und Scheinwelt, um eben nichtmehr am Leben teilnehmen zu müssen…oder ob sie wirklich diesen unglaublich heilsamen Teil der GANZWERDUNG und VOLLSTÄNDIGKEIT erfüllt.

Wie merkt man nun am Besten ob die Spiritualität im eigenen Leben einen gesunden Platz hat der bereichert und neue Möglichkeiten öffnet?

Nun…das merkt man vor allem an seinem GELEBTEN LEBEN
Wenn deine Beziehungen gut laufen! Du eine glückliche, leichte Beziehung lebst. Dein Job dich erfüllt. Du dich frei und lebendig fühlst in allen Bereichen deines Leben…du erfolgreich bist…du keine Angst mehr hast vor deinen Gefühlen und den dunklen Aspekten des Lebens, die dich letztlich nicht beeinträchtigen in deinen Entscheidungen und deiner Lebensführung, dann musst du dir darüber keine Gedanken machen
Dann LEBST du Spiritualität auf höchsten Niveau, und bist dabei vollkommen verbunden mit deinem Körper. Du bist VERBUNDEN, mit dir als Mensch, Seele und geistiges Wesen. Alle Chakren sind offen und miteinander verbunden.

Wenn es aber irgendwie nur „allein“ in deinem stillen Kämmerlein so richtig klappt mit der Spiritualität…kaum sind da andere Menschen…dein Job …das Leben…bricht das Konstrukt auch schon wieder zusammen….du Probleme hast mit Geld, deiner Beziehung oder sonst irgendwie festhängst…gleichzeitig aber dazu neigst dauernd sehr viel spirituelle Weisheiten von dir zu geben…dann könnte es gut sein das du in deinem Körper, deinem System, eingefrorene Traumen hast und unbewusst versuchst dich zu schützen.
Das kann in einzelnen Bereichen auftreten, oder dein gesamtes Leben beeinträchtigen.

Es lohnt sich also da mal ganz genau hinzuschauen.
Denn die Erlösung traumatischer Energien aus deinem System sind eine unglaubliche Bereicherung und Befreiung in deinem Leben!

Fast jeder Mensch hat in seinem System Traumen gespeichert. Das können Schocktraumen sein oder Entwicklungstraumen. Und je nach Mensch, je nach seelischer Erfahrung, können diese unterschiedlich starke Auswirklungen haben auf dein Leben und die Erfahrungen die du machst.

Falls du spürst das du hier gern Unterstützung hättest, oder Fragen hast, schreibe doch einfach eine mail oder besuche eins unserer Seminare 🙂

Anja Wilken


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Danke!

Eine intensive Woche geht zuende. Die Teilnehmer haben sich mutig ihrem Licht und ihren Schatten gestellt, und zu guter letzt hat jeder sein „JA“ zu sich gefunden, was sehr berührend war…Danke an jeden Einzelnen! Danke an das tolle Team vom Souda Mare 🙂 Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!